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"So wie es zuletzt lief, peile ich eine 6er-Pace an", "Ich war im letzten halben Jahr nur 3x laufen, ich will nur durchkommen", "Ich peile mal die eine Stunde an". Lediglich Kai hat mit einer forschen Aussage für erstaunte Blicke gesorgt: "Im Februar bin ich die 10km noch nie unter 45 Minuten gelaufen!" Die Gesichter entspannten sich allerdings, als er fast entschuldigend hinterherschob, dass er die 10km noch nie unter 45 Minuten gelaufen sei... Aber wie, wo, was, wo sind wir eigentlich? Mitte Februar luden die Finsterwalder zum "Winterzweikampf mit Neptun" ein - 10 km Crosslauf durch den Wald, anschließend 800m Schwimmen. Das Tri Team Senftenberg war hier mit 5 Startern vertreten, um Punkte für die Cup-Wertung zu sammeln.

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Nachdem sich Martin erwartungsgemäß gleich zu Beginn des Laufens ganz vorn einsortiert hat, hat sich Kai nach engagierten Start bei KM1 gewundert, warum Christian noch auf gleicher Höhe ist. Wie man einen Mitbewerber ganz leicht aus dem Rennen nimmt, hat er dann gezeigt: "Kai, ich glaube, mit unserer Pace von 4:22 sind wir zu schnell unterwegs, wir sollten rausnehmen".

laufGesagt, getan. Aber dann merkte ich (hier schreibt Kai), dass mir das langsamere Laufen zwar gut bekommt, aber dass Christian davon zieht. Wie naiv! Da sagt ein anderer Läufer, ich solle nicht so schnell sein, und ich halte mich daran... Aber meine Kilometer sollten noch kommen (dachte ich). Jedenfalls ging es über eine abwechslungsreiche Crossstrecke durch den Wald und entlang von Feldern und Wiesen. Der angenehm zu laufende Waldboden erfreute viele Teilnehmer, wie bei Zielgesprächen deutlich wurde. [Werbung: Die Laufstrecke beim F60-Triathlon hat auch nur einen kleinen Asphaltanteil.] Gut markiert mit Pfeilen und Helfern war die Strecke auch. Der Abstand zu Christian blieb lange konstant und ich nahm mir - nachdem es ein ganzes Stück bergan ging - die Lücke zu schließen auf dem Bergabstück, das da noch kommen muss. Leider ein Irrtum - denn unbemerkt waren die ersten Kilometer das Bergabstück - und deshalb lief es sich so gut so schnell... Nach bereits 9 km dann eine halbe Stadionrunde und dann ab ins Ziel. Gute Zeit, zufrieden! Jetzt schnell eine Jacke anziehen und schnell die anderen anfeuern. Ich sah zwar Martin und Christian, aber meine Jacke war nicht mehr im Kleiderbeutel, in dem wir zuvor alle unsere Sachen verstaut hatten. So ein Mist, schließlich war es etwas frisch. Da ich mir nicht vorstellen konnte, dass ein andere zu meiner namentlich gekennzeichneten Jacke greift, bin ich schon ins Überlegen gekommen, ob ich sie nicht doch vorm Start zum Auto gebracht haben könnte. Aber warum sollte ich. Nachdem dann auch René und Lisa mit super Zeiten ins Ziel schwirrten, ging es dann zur benachbarten Schwimmhalle. Tröstlich auf dem Weg dahin war für mich nur, dass eine andere Vereinsjacke übrig blieb. Auf die Frage, wem seine Jacke die denn gehörte (credits: Olaf Schubert), klärte sich alles auf. Wie? Das möchte ich hier nicht verraten, schließlich will ich hier niemanden "verpfeifen". Wenn ihr es wissen wollt, braucht ihr nur Christian zu fragen...
swimAuch das Schwimmen war dann gut organisiert: Die Schwimmer wurden auf 2 Startzeiten und 5 Bahnen verteilt - nach ihrer Selbsteinschätzung zur 800m-Zeit. Daher waren Lisa, René und Martin auf einer Bahn unterwegs, während später Christian und Kai auf verschiedenen Bahnen starteten. Wir waren uns alle einig, dass das eine tolle Veranstaltung war! sieger
Ein Blick auf die Ergebnisliste offenbart, dass wir mit Martin eine Top-3-Männer-Platzierung erzielt haben,

4 Personen unter den Top-13-Männern hattenteam urkundenund Lisa einen 7. Platz bei den Frauen be- und dabei die drittschnellste Frauenschwimmzeit und fünftschnellste Schwimmzeit von allen Teilnehmern hinlegte. Dass es dann für alle Teilnehmer noch eine schöne Urkunde gab, rundete die gelungene Veranstaltung ab.

PS: Warum nur 9,3km auf der Uhr standen, ist auf der Neptun Internetseite nachzulesen: "Dazu hatte der Regen augenscheinlich unsere frische Kreide am Dutzend-Kreuz weggewaschen, so dass der eingesetzte Posten ältere, aber leider gut sichtbare Pfeile als Richtung annahm und die 10 km Läufer eine Abkürzung schickte."