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Aquajogging ist kein Lauftraining & Aufgeben keine Option - IM 70.3 WM Lahti

1. Teil -  Der Weg nach Lahti

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von Claudia

Geplant war der Ironman 70.3 Kraichgau am 21.5. als erster Test WK auf dem Weg zum Ironman Kopenhagen. Anfang Mai gings mit dem nötigen Respekt ins Trainingslager nach Kreta, wo flach fahren eigentlich nicht geht, demzufolge machte ich sehr viele Höhenmeter auf dem Rad. Meine Idee war, warum dann nicht gleich mal eine Mitteldistanz mit teilweise recht heftigen Anstiegen zeitnah machen, um mal die Radbeine zu fordern, zudem war ich im Kraichgau schon vor ein paar Jahren am Start, damals die letztmalige Austragung unter dem Challenge Label. Nur so richtig bedacht habe ich dabei nicht, dass die Wassertemperaturen im Mai tendenziell eher nicht meinen Wohlfühlbereich treffen.

So war das Schwimmen am Wettkampftag eher Überlebenskampf und Krampf inclusive Atemnot und anfänglichen Brust schwimmend, irgendwann wars geschafft und ich konnte aufs Rad. Da es im Kraichgau nach kurzer Einrollstrecke schnell bergan geht, hielt sich das Frieren noch einigermaßen in Grenzen und mir machte die anspruchsvolle Radstrecke mit 89km und gut 1100 HM zunehmend Spaß. Der anschließende anspruchsvolle Halbmarathon lief auch ziemlich gut, sodass ich doch etwas unerwartet mir den 2.Slot in meiner AK für die IM 70.3 WM in Lahti holen konnte.
Nun hatte ich jedoch eine Entscheidung zu treffen, Saisonhöhepunkt sollte am 20.08.23 der Ironman in Kopenhagen sein, am 26.08.23 jedoch die 70.3 WM in Lahti. Beides zwar nördlich, das war aber auch der einzige Punkt, der zusammenpasste. Ich musste mich entscheiden, wie weiter im Training, die WM sollte das Highlight werden, würde aber bedeuten, 6 Tage nach einem Ironman und einer Ironman Vorbereitung, es war ziemlich klar das funktioniert nicht. Den IM Kopenhagen mit einer Mitteldistanzvorbereitung sowieso nicht, ganz zu schweigen von logistischen und zeitlichen Herausforderungen der Reise von Kopenhagen nach Lahti.
Die Entscheidung fiel mir sehr schwer, im Nachhinein weiß ich, es war die richtige Entscheidung, kein Ironman dafür 3 Mitteldistanzen, mit einer 4. noch als Option.
Das Training verlief super, ich war in meiner besten Rad-und Laufform seit Jahren und das doch schon im etwas fortgeschrittenen Alter.

Am 6.8. war als letzter Test WK die OD am Scharmützelsee geplant, das Wetter 9 Grad Regen & Sturm, okay kann mir in Lahti auch passieren, also Augen zu und durch. Obwohl oder weil es absolut nicht mein Wetter war, der WK lief super, bis ungefähr km 6 beim Laufen, dann kam plötzlich ein Schmerz, den ich vorher nicht kannte. Tempo etwas gedrosselt, sch…. auf die Endzeit, nur nicht 3 Wochen vor der WM irgendeine Verletzung. Zu Hause wieder angekommen konnte ich schlussendlich nicht mal mehr gehen vor Schmerzen. Die WM stand auf der Kippe, bis zur Abreise hatte ich genau noch 13 Tage, Diagnose Schambeinentzündung, was sich leider im September, oder bloß gut erst im September dann beim MRT als Fraktur im Becken-/Schambeinbereich herausstellte, die Ursache liegt 3 Jahre zurück, mein schwerer Radunfall. Physio/Ultraschall/Kräftigung/Mobilisation/Tapen/Akupunktur/Gittertape usw. begleiteten mich täglich, es wurde besser ich konnte zumindest wieder gehen, von Laufen war ich weit entfernt. Ich wollte zumindest alles versucht haben bis zum 26.8. Plan war nach Lahti zu fahren, dann eben beim S/R alles raus lassen was geht und danach den WK beenden…….

..zum 2. Teil

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