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Irgendwann in grauer Vorzeit hatte mich Herr Wagner überzeugt, dass ich unbedingt als dritter Mann am Cottbuser Rotecduahtlon teilnehmen muss, damit der Verein Punkte bekommt. Als ich pflichtbewusst am 30.04.11 dort antrat, war ich der einzige Starter von uns.

 


Durch einen Verkalkungsfehler ist dieser Fakt glücklicherweise in meinem Gehirn hängen geblieben. In diesem Jahr hat Herr Wagner mindestens seit Rabenberg für den Fürstenwalder Crossduathlon geworben, um zwei weitere Starter zu gewinnen. Pflichtbewusst ... usw. .. ich ... bereiterklärt.

Weniger pflichtbewusst war der Rest des Vereins. ...

Als die Wetterfritzen letztes Wochenende anfingen, pessimistische Ausstrahlung zu verbreiten, waren diesen Dienstag in der Laufhalle negative Untertöne von Herrn Wagner zu vernehmen, wenn man ganz genau hinhörte. Das verstärkte sich am Freitag bei der Terminfeinabstimmung. Am Samstag bin ich also 6 Uhr aufgestanden, habe die Sachen gepackt und gefrühstückt, um 7 Uhr zur Wagnerei zu starten. Als ich kurz vor Abfahrtbeginn das Handy einschaltete, kamen SMS und Anruf von Herrn Gerald zugleich. Es würde angeblich gießen, stürmen, lausekalt und schlammig sein, sodass man einem Schönwetterathleten keinesfalls einen Start zumuten kann. Ganz ehrlich, es goss in Ortrand, war stürmisch und lausekalt. Das stritt ich aber ab und versprach Sonneschein, Trockenheit und Windstille beim Wettkampf. Und dann war da noch der Verkalkungsfehler.

Geralds letzter Versuch, mich mit einem guten Frühstück zu bestechen, scheiterte auch und so startet wir mit der Option, dass gegebenenfalls Gerald nur als Chauffeur fungiert. Sein normales Kneipenfahrrad packte Gerald aber ein, allerdings ohne Einkaufskörbchen. Auf der Autobahn besserte sich das Wetter von Kilometer zu Kilometer und wir kamen in einem trockenen Fürstenwalde an. Um wieder auf sein Negativlevel zu kommen, ließ sich Gerald von seinem Lieblingsgegner Nic Rohmann dessen nagelneues 4000-Euro-Karbon-Mountenbike vorführen. Da sich in den aufkommenden Wolkenlücken die Sonne zu zeigen begann, die Wettkampfstrecke bis auf den Startbereich komplett im naturgemäß windstillen Wald verlief und die Konsistenz des Bodens eher karnickelsandartig trocken war, gab es keine Ausrede mehr und wir starteten beide.

Gerald ließ sich seine schlechte Laune vom Kampfrichter extra noch einmal auffrischen, indem er sich wegen zu schmaler Kneipenradreifen eine Strafminute aufbrummen ließ. Da ein gewaltiger Anstieg mit 12 Prozent Steigung auf identischer Lauf- und Radstrecke mit drei Radrunden vom Veranstalter bedeutsam angekündigt worden war, hielt ich mich anfangs zurück und war kurzzeitig Letzter, während Gerald vorn außer Sichtweite geriet. Die kleine kurze Rampe hätte ich beinahe außer Acht gelassen, wäre nicht danach eine total sandige Abfahrt gekommen, auf der ich drei Mal beim Radfahren um Helm und Schlüsselbein fürchtete. Berghoch ging es nur in der letzten Radrunde etwas schwer, weil ich da aus Versehen vorn das große Kettenblatt drauf hatte. In der zweiten Laufrunde (3 Kilometer) kam ich meinem Altersklassendauerkonkurrenten Hartwig Z., den ich noch nicht ein einziges Mal geschlagen hatte, von Schritt zu Schritt näher. Als ein Kilometer vor dem Ziel mir Gerald beim Auslaufen entgegen kam, sah ich meine Chance und forderte ihn auf, mich ein wenig zu ziehen. Gerald weigerte sich strikt und lief in die andere Richtung weiter. So war für mich die Laufstrecke 500 Meter zu kurz und ich wurde mit 8 Sekunden Rückstand Altersklassenzweiter.

Der Wettbewerb zwischen Gerald und Nic verlief übrigens wie zwischen Kneipenrad und Karbonrad. Auch ich hatte statt der mathematisch exakt vorausberechneten 27 Minuten nur elfeinhalb Minuten Rückstand auf Gerald. Die so gewonnene Zeit nutzte ich, um mich an der kostenlos verabreichten Kidneybohnensuppe zu sättigen, währen Gerald es nicht schaffte, mit seinem hochtrainierten Magen all den ebenfalls kostenlos zur Verfügung gestellten Kuchen zu vertilgen.

Als ich die bei herrlichstem Sonnenschein stattfindende Siegerehrung hinter mir hatte, wo mir mein Vereinskollege Beifall spendete, bekam seine Laune erneut einen Dämpfer, da seine Fahrradplastikschutzbleche, die er auf dem Rückspiegel seines BMW deponiert hatte, nicht mehr da waren.
Demzufolge war seine negative Ausstrahlung während der Heimfahrt wieder so groß, dass sie selbst sein Ipad derart beeinflusste, dass die Radarwarnapp nicht beim Stationären Blitzer funktionierte. Dabei hatte ich mir als Beifahrer solche Mühe gegeben, Gerald mit Geschichten von früher wieder aufzurichten.
Aber so habe ich wenigstens etwas zu erzählen.

..geschrieben von Klaus

   

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